So funktionieren Suchmaschinen
Um Suchmaschinenoptimierung zu perfektionieren muss man erst einmal verstehen wie eine Suchmaschine funktioniert. Dies klingt zwar banal, ist aber elementar wichtig um gezielte Optimierungen vornehmen zu können.
Was heute gut ist kann morgen schon schlecht sein
Suchmaschinenoptimierung kann man natürlich durchführen, wenn man nicht weiß welche Dinge im Hintergrund bei einer Suchmaschine ablaufen, man wird damit aber auf kurz oder lang nicht erfolgreich sein. Oft werden unüberwindbare Grenzen erreicht und, was noch viel schlimmer ist, man ist angewiesen auf Tipps, Kniffe und Ratschläge von sogenannten „Experten“. Temporär kann diese Methode zwar (die ja eine relativ gute Aufwand/Nutzen Bilanz vorweist) recht erfolgreich sein – bis zu dem Tag, an dem es gravierende Änderungen in den Abläufen der zu optimierenden Suchmaschine gibt und Sie nicht angemessen auf die Neuerungen reagieren können.
Trugschluss kurzlebiges Internet
Zuerst möchte ich mit dem falschen Bild des schnelllebigen Internets aufräumen. Domains sind wie Wein: je älter desto besser. Auch Suchergebnisse, die wir durch unsere Suchanfragen erhalten sind bloß ein „veraltetes Abbild“ des Internets von vor einer Stunde, einem Tag oder sogar einer Woche.
Ein Technik-Guru muss man nicht sein
Obwohl Suchmaschinenoptimierung den Schwerpunkt Marketing setzt, so sollten dennoch die technischen Aspekte nicht außer Acht gelassen werden. Es ist wichtig, wenigstens teilweise nachvollziehen zu können, wie eine Suchmaschine funktioniert, wie Crawler arbeiten, was ein Indexer ist und ein paar wenige andere Dinge, um perfekt im Bilde zu sein.
Jetzt geht’s ans Eingemachte
Zur besseren Anschaulichkeit dient diese Grafik:
Die schwarze Ellipse stellt das Internet dar. Jede Suchmaschine arbeitet mit einem sogenannten „Crawler“. Diese Crawler durchsuchen täglich das komplette Internet nach neuen Inhalten und speichern diese dann in der „Repository“ ab. Die Inhalte und Internetseiten die jetzt in der Repository liegen. Der „Indexer“ erstellt nun aus den Informationen aus der Repository einen „Index“. Diesen Index kann man sich aus einer langen Liste von Wörtern die mit Seiten verlinkt sind vorstellen. (Zum Beispiel beim Wort „Film“ werden dann die verschiedensten Seiten indexiert (gelistet), die das Wort auf ihrer Seite enthalten (z.B. moviepilot.de), vergleichbar mit dem Inhaltsverzeichnis eines Buches.
Das Wichtigste: die Suche
Wenn jetzt über die „Suchmaske“ der Suchmaschine ein Nutzer nach einem Wort oder einer Wortkette sucht (was ja sehr häufig der Fall ist), wird mit dem Index der Suchmaschine und den eingegebenen Wörtern/Wortketten verglichen. Sucht also jetzt ein Nutzer nach „kostenlose Rezepte“, wird im Index nach Seiten gesucht die das Wort kostenlose sowie Rezepte enthalten. Dabei werden aus der Repository (Datenbank) der Titel und die Beschreibung derjenigen Seite abgerufen und dem Suchenden angezeigt. Das schönste Photoshop-Logo, genauso wie das lustigste Youtube-Video wird er niemals in den Index aufnehmen können. . Er kann nur Wörter indexieren. Das sollte man bei der Optimierung im Hinterkopf behalten.
Index praktisch an der eigenen Seite ausprobieren
Versuchen wir einmal eine Seite wie ein Indexer zu betrachten (dies geht übrigens einfach mit einem Text-Browser!). Dieser sieht NUR Text auf Webseiten.
Öffnen Sie Excel oder ein ähnliches Tabellenprogramm und indexieren (notieren) Sie sich von oben nach unten auf ihrer Seite stichprobenartig Wörter (Nur einzelne Wörter! ). Machen Sie das mit ungefähr 6 Wörtern. Achten Sie dabei darauf, auch Wörter aufzunehmen die scheinbar sinnlos sind, wie „Navigation“ , „Impressum“ oder „Startseite“. Wenn Sie damit fertig sind, nehmen Sie diese 6 Wörter und tragen Sie diese in die Google Suche ein. Starten Sie die Suchanfrage…
Aha-Effekt
…Erstaunlich oder? Genau Ihre Seite wird dabei gefunden. Google funktioniert also so wie oben beschrieben. Diese wertvollen Informationen lassen sich geschickt in der Suchmaschinenoptimierung anwenden und geben ihnen einen großen Vorteil mit auf den Weg. Sie wissen jetzt genau wie eine Suchmaschine funktioniert, lassen Sie sich also keinen Unfug erzählen!

